Labor

Laborwerte geben Hinweise.

Die im Labor gemessenen Blutwerte sind ein, wenn auch sehr wichtiges, diagnostisches Bild einer möglichen Erkrankung unter anderen Diagnosemöglichkeiten. Die Werte sind gerade in Grauzonenbereichen mit Zurückhaltung zu interpretieren. Die Werte sind auch abhängig von der Blutentnahme, der Lagerung und des Transports und vor allem aber von der Analysemethodik, sprich den verwendeten Geräten. So ist es, besonders bei Wiederholungsuntersuchungen, wichtig, das gleiche Labor mit den gleichen Geräten messen zu lassen. Die physiologischen Normalwerte werden für viele Untersuchungen mit unterschiedlichen Grenzwerten angegeben. Und selbst wenn die Werte außerhalb des Normbereichs liegen, heißt das nicht zweifelsfrei, daß eine Erkrankung vorliegt.


Physiologische Transaminasenwerte


Der Normalbereich, nach alten Referenzwerten bei 25 Grad, für die GOT liegt bei Frauen unter 15 U/l und bei Männern unter 19 U/l, bei Kindern liegt der Grenzwert, je nach Alter, höher. Nach neuen Referenzwerten, bei 37 Grad, sollte der Wert bei Frauen unter 35 U/l und bei Männern unter 50 U/l liegen.
Bei der GPT sollten die Normwerte bei Frauen, nach alter Referenz bei 25 Grad, unter 19 U/l und bei Männern unter 23 U/l liegen. Nach neuer Referenz, bei 37 Grad, liegen die Werte für Frauen unter 35 U/l und bei Männern unter 50 U/l.


Pathologische Werte


Bei der GOT finden sich erhöhte Werte bei den folgenden Verdachtsfällen. Erhöhte Werte können u.a. auf Alkoholmißbrauch, Gallengangsentzündung, Herzmuskelentzündung, Lebertumore und Metastasen hinweisen. Stark erhöhte Werte finden sich bei Leberzirrhose, Cholestase (Gallenstau), Gallenblasenentzündung und chronischer Hepatitis. Extrem erhöhte Werte lassen auf eine fortschreitende Muskeldystrophie, akute Virushepatitis oder eine akute Lebervergiftung schließen.
Bei erhöhter GPT sind die folgenden Erkrankungen möglich. Zusätzlich zu den Indikationen, auf die die erhöhte GOT hinweist, kommt noch die Fettleber in Frage. Stark und extrem erhöhte Werte finden sich bei den schon für die GOT genannten Erkrankungen.
Die Transaminasenwerte sind zwar deutliche, aber dennoch grobe Hinweise, die bei Verdacht weiterer differentialdiagnostischer Untersuchungen bedürfen.